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Geschrieben

Servus,

wollte mir eigentlich eine neue Auspuffanlage bestellen, jedoch steht bei jeder Anlage ohne EG BE, dass diese nicht nach Deutschland geleifert werden dürfen, selbst die ganzen ESD's werden nicht geliefert, seit wann und warum ist das so?
LG

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Fantichatza:

Servus,

wollte mir eigentlich eine neue Auspuffanlage bestellen, jedoch steht bei jeder Anlage ohne EG BE, dass diese nicht nach Deutschland geleifert werden dürfen, selbst die ganzen ESD's werden nicht geliefert, seit wann und warum ist das so?
LG

Ruf mal dort an. Vlt geht es schon. Oder der Deutsche Gesetzgeber hat wieder was tolles gemacht 😒😒 um gar nicht mehr leicht an Teile kommt ohne E Nummer.

Geschrieben (bearbeitet)

kurze ai zusammenfassung - Resumee: Sobald EURO7 ohne irgendeinen Widerstand so eingeführt wird wie vorgeschlagen ist es dann sowieso komplett vorbei und der einzige Ort in der EU wo man dann noch sein Fahrzeug "indivdualisieren" oder für einen "Rennbetrieb" vorbereiten kann ist die Playstation....

Finde es halt krass, dass man das weder von den Shops selbst noch von "alternativen Medien" kommuniziert bekommt, stattdessen wird man mit trivialen Mist zugebommt wie zb gerade vorbildlich mit dem Höcke/ungeskriptet bullshit...

 

Dass diese Sperre für dich gefühlt von heute auf morgen kam, liegt an der jüngsten, harten Rechtsdurchsetzung der deutschen Behörden und einer akuten Abmahnwelle, die die Szene im Jahr 2026 im Griff hat.
Dass der Giannelli-Krümmer vor wenigen Wochen noch normal im Shop für Deutschland freigeschaltet war, hat konkrete Gründe:
 
1. Das "Wo kein Kläger, desto kein Richter"-Prinzip bis vor Kurzem
Zwar existiert das Marktüberwachungsgesetz (MüG) schon länger, doch deutsche Behörden und Verbände haben den Online-Handel mit Moped-Tuningteilen jahrelang in einer rechtlichen Grauzone laufen lassen. Händler wie Gearparts24 nutzten den bekannten "Nur für Rennsportzwecke"-Hinweis als Schutzschild. Solange niemand aktiv geklagt oder abgemahnt hat, lief das Geschäft weiter. 
 
2. Der aktuelle Auslöser: Massenabmahnungen und Behördendruck (Frühjahr 2026)
Vor wenigen Wochen hat sich die Situation drastisch verschärft. Große Umweltverbände (wie die Deutsche Umwelthilfe) und Wettbewerbshüter haben eine systematische Abmahnwelle gegen deutsche Tuning-Shops gestartet.
  • Der Vorwurf: Wer ungedrosselte Racing-Krümmer ohne Katalysator an deutsche Endverbraucher verkauft, leistet Beihilfe zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und verstößt gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz.
  • Das finanzielle Risiko: Sobald eine solche Abmahnung mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung im Briefkasten liegt, drohen dem Shop bei jedem weiteren Verkauf fünfstellige Strafen.
 
3. Warum die "Notbremse" so plötzlich gezogen wurde
Ein Onlineshop kann es sich nicht leisten, monatelang über eine Anpassung des Sortiments nachzudenken, wenn ein juristisches Verfahren droht. Sobald die Rechtsabteilung eines Händlers das akute Risiko als zu hoch einstuft, wird per Knopfdruck eine Geo-Sperre für die betroffenen Artikel im System hinterlegt.
Genau das hast du vor ein paar Wochen erlebt: Aus reinem Selbstschutz vor der deutschen Justiz und teuren Abmahnanwälten musste der Shop den Verkauf unzulässiger Anlagen nach Deutschland sofort blockieren – selbst wenn der ehrliche Kunde (wie du) das Teil ausschließlich auf der Rennstrecke einsetzen möchte. Für den Händler ist das rechtliche Risiko in Deutschland schlichtweg untragbar geworden. 
 
Möchtest du wissen, über welche legalen Importwege oder ausländischen Shops (z.B. mit Versand aus Österreich) du reine Rennsportteile für deine Rennstrecken-Projekte aktuell noch beziehen kannst?
bearbeitet von CerberusRex
Geschrieben
warum werden jedoch zb 80cc Zylinderkits trotzdem weiter für D verkauft?
 
 
Dass Händler wie Gearparts24 einen 80ccm-Zylinder weiterhin problemlos nach Deutschland verkaufen, während sie den Giannelli-Krümmer sperren, liegt an einer rechtlichen und technischen Ungleichbehandlung dieser beiden Bauteile.
Der Gesetzgeber und die Abmahnverbände trennen hier sehr strikt zwischen Emissionsschutz (Auspuff) und reinem Hubraumtuning (Zylinder). Hier sind die entscheidenden Gründe für diesen Unterschied:
 
1. Der Auspuff ist ein direktes "Umwelt-Bauteil"
Eine Auspuffanlage ohne Zulassung greift sofort und unweigerlich negativ in die Abgas- und Geräuschwerte ein.
  • Wenn ein Krümmer den Katalysator entfernt und Schalldämpfer weglässt, verstößt das Produkt als Ganzes direkt gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz.
  • Verbände wie die Deutsche Umwelthilfe stürzen sich bei ihren Abmahnungen gezielt auf die Luft- und Lärmverschmutzung. Da eine Racing-Auspuffanlage diese Werte nachweislich extrem verschlechtert, ist sie der perfekte Angriffspunkt für Abmahnungen.
 
2. Ein Zylinderkit verändert "nur" die Fahrzeugklasse
Ein 80ccm-Zylinderkit ist rechtlich gesehen kein Bauteil, das primär zum Zweck der Umweltverschmutzung gebaut wird.
  • Legaler Verwendungszweck außerhalb des Mopeds: Ein 80ccm-Zylinder macht aus einem 50ccm-Kleinkraftrad rechtlich ein Leichtkraftrad oder Motorrad. Es gibt in Deutschland legale Wege, ein solches Fahrzeug mit großem Zylinder als Motorrad per Einzelabnahme zuzulassen (wenn man den passenden Führerschein besitzt und die Bremsen angepasst sind).
  • Da das Produkt an sich nicht zwingend illegal betrieben werden muss (sondern theoretisch legalisiert werden kann), fällt es rechtlich nicht unter die gleichen strengen Marktüberwachungs-Kriterien wie ein kat-loser Rennauspuff. 
 
3. Die Grauzone der "Ersatzteile" und Bastelkits
Ein Zylinderkit wird im Onlineshop oft als universelles Motorenbauteil, Prototypenteil oder DIY-Power-Motor-Kit für Eigenbauten (z. B. Bierkistenrennen, Gokarts) deklariert. 
  • Solange der Zylinder die gesetzlichen Grenzwerte für Abgase nicht direkt umgeht (weil der originale, zugelassene Auspuff theoretisch theoretisch drosselnd dahinter hängen könnte), ist der Verkauf des reinen Zylinders nicht strafbar.
  • Erst das Zusammenspiel auf der Straße führt zur Straftat des Fahrens ohne Fahrerlaubnis/Versicherungsschutz durch den Käufer. Der Händler haftet hierfür jedoch nicht, da er nur ein "Motorenteil" verkauft hat.
Zusammenfassend: Der Giannelli-Krümmer fliegt aus dem Shop, weil er die Umweltgesetze (Lärm/Abgas) direkt torpediert und Händler dafür abgemahnt werden. Das 80ccm-Zylinderkit bleibt im Shop, weil es rein rechtlich ein mechanisches Motorenbauteil ist, dessen Einbau zwar die Fahrzeugklasse ändert, aber nicht automatisch eine unzulässige Umweltbelastung darstellt.
Geschrieben
Nur der Verkauf durch deutsche Händler an dich wurde gestoppt.
gibts da keine Händlerorganisation/Schutz die gegen diese unlauteren Abmahnwelle vorgeht? ist doch für jeden deutschen Händler existenzbedrohend
 
 
 
 
 
Doch, genau diese Schutzorganisationen gibt es, und sie kämpfen aktuell an vorderster Front für die deutschen Händler. Allerdings stehen sie vor einer enormen juristischen Hürde, da die Abmahnungen auf geltendem EU- und Bundesrecht basieren.
Drei große Organisationen setzen sich intensiv für die betroffenen Händler ein:
 
1. Der Händlerbund und die IT-Recht Kanzlei
Das sind die beiden größten Schutzverbände für den deutschen E-Commerce.
  • Was sie tun: Sie bieten den Händlern Soforthilfe bei Abmahnungen, prüfen die Rechtmäßigkeit und stellen abmahnsichere Rechtstexte bereit.
  • Das Problem: Wenn die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen Händler abmahnt, weil ein Bauteil nachweislich gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz verstößt, können auch diese Verbände das Gesetz nicht wegzaubern. Sie können oft nur Schadensbegrenzung betreiben (z. B. die geforderte Strafsumme herunterhandeln) und dem Händler dringend raten, das Produkt sofort für den deutschen Markt zu sperren.
 
2. Der DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag)
Der DIHK vertritt die Interessen des gesamten deutschen Handels gegenüber der Politik. Er läuft seit Monaten Sturm gegen die "Bürokratie-Monster" wie das Marktüberwachungsgesetz. Der Verband warnt die Politik aktiv davor, dass durch diese extremen Haftungsregeln der deutsche Mittelstand im Vergleich zum EU-Ausland systematisch kaputtgemacht wird.
 
3. Warum die Abmahnungen juristisch so schwer zu stoppen sind
Obwohl das Gesetz für deutsche Händler existenzbedrohend ist, greift der Vorwurf der "unlauteren" Abmahnung (also Rechtsmissbrauch zum reinen Geldverdienen) hier leider meist ins Leere.
  • Gesetzlich legitimiert: Die DUH und bestimmte Wettbewerbsvereine sind vom Bundesamt für Justiz offiziell als „qualifizierte Wirtschaftsverbände“ anerkannt. Sie besitzen das legale Recht, Verstöße gegen den Umwelt- und Verbraucherschutz abzumahnen.
  • Das Dilemma der Händler: Ein Gerichtsprozess gegen solche Verbände ist extrem teuer und das Risiko zu verlieren liegt bei fast 100 %, da der Giannelli-Krümmer auf dem Papier nun mal die Emissionswerte verschlechtert.
 
Die traurige Konsequenz für den Handel
Da der Kampf gegen die Abmahnverbände für einen einzelnen Shop wie Gearparts24 einem Kampf von "David gegen Goliath" gleicht, wählen die Händler den sichersten Weg: Kapitulation vor dem deutschen Markt.
Es ist für das Überleben des Unternehmens schlicht wirtschaftlicher, den Umsatz mit den deutschen Kunden für diese Handvoll Racing-Teile zu opfern, als eine einzige Strafzahlung zu riskieren, die den gesamten Betrieb in die Insolvenz treiben könnte.
 
Möchtest du wissen, wie du die Geoblocking-Sperren der Shops umgehen kannst, um die technischen Daten der Anlagen für dein 80ccm-Setup überhaupt noch auf den deutschen Seiten einsehen zu können?
Geschrieben

halte ich ein wenig sehr allgemein mit der grossen fliegenklatsche organisiert.

hat die serienmaschine schon keinen kat, kann ich mir auch einen rennkrümmer montieren. diesen bekomme ich aufgrund des DuH und der ganzen anderen überflüssigen vereine nicht mehr. am ende wird sowas in deutschland anfangen, dann im rest der EU weiter gehen.

allein den verkauf zu verbieten grenzt an bevormundung. wer sagt denn, das diese anlagen überhaupt im bereich des strassenverkehrs unterwegs sind? was für die rennstrecke ist, liegt dort erstmal aussen vor.

Geschrieben (bearbeitet)

Brauchst dir doch nur mal die Euro7 Norm durchlesen, dann ist für jeden klar wo die Reise hingeht...."GeoFencing", "Bremsstaubgrenzwerte" etc etc....ein überteuertes Lastenfahrrad wird dann das höchste der Gefühle für nen 0815 Bobo solange es der Creditscore zulässt und man sich dafür einen Kredit aufnehmen darf. Da es natürlich auch nur elektronisch angetrieben werden kann (wegen Bremsstaub - e motor bremse erzeugt keinen bremsstaub) kann man es praktisch auch nur ohne Ausnahmegenehmigung in einem 20km Umkreis der Meldeadresse nutzen, solange man für ein Energiekartell regelmäßig seinen Obulus abdrückt...wie vor paar Jahren großspurig von den Politkaspern rausposaunt: China ist Vorbild und wir werden ihr System noch effizienter, besser machen^^ (und diese Kasper machen keinen Spaß und verstehen auch keinen - wenn es um sie geht)

bearbeitet von CerberusRex
Geschrieben (bearbeitet)

Naja, wie auch immer - Maxiscoot, Scooter Attack funktioniert weiterhin ganz normal, auch für Deutsche 🙃

bearbeitet von CerberusRex
Geschrieben

Antwort von GP: 

Hallo,
vielen Dank für deine Nachricht.
Der Hintergrund ist, dass sich die rechtlichen Vorgaben für den Versand bestimmter Auspuffanlagen nach Deutschland geändert haben.
Auspuffanlagen ohne EG-BE bzw. ohne entsprechende Straßenzulassung dürfen wir aus rechtlichen Gründen nicht mehr nach Deutschland versenden. Das betrifft insbesondere Racing-Anlagen bzw. Anlagen ohne gültige Straßenzulassung.
Eine alternative Möglichkeit über uns gibt es hierfür leider nicht.
Wenn du in Deutschland unterwegs bist, können wir dir ausschließlich Auspuffanlagen mit gültiger EG-BE bzw. Straßenzulassung anbieten.

Geschrieben (bearbeitet)

Als nächstes sind die Hersteller selber dran und können ihre Produkte vom Grund auf um eine Drossel (natürlich besser um mehrere Drosseln) aufbauen und konzepieren, sodass diese nicht mehr entfernt werden kann (können) ohne das Produkt damit komplett funktionsunfähig zu machen....vorher wird natürlich noch das Forum eingestellt da 50% der Shops in D dicht gemacht haben...dann wird es nur noch "Tuningkits" der Mopedhersteller selbst geben, welche dann natürlich fast so viel wie das Moped selbst kosten und natürlich auch sofort Schrott sind, sobald man die selbst bearbeitet...

bearbeitet von CerberusRex
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb CerberusRex:

Als nächstes sind die Hersteller selber dran und können ihre Produkte vom Grund auf um eine Drossel (natürlich besser um mehrere Drosseln) aufbauen und konzepieren, sodass diese nicht mehr entfernt werden kann (können) ohne das Produkt damit komplett funktionsunfähig zu machen....vorher wird natürlich noch das Forum eingestellt da 50% der Shops in D dicht gemacht haben...dann wird es nur noch "Tuningkits" der Mopedhersteller selbst geben, welche dann natürlich fast so viel wie das Moped selbst kosten und natürlich auch sofort Schrott sind, sobald man die selbst bearbeitet...

Bin sehr gespannt wie sich das weiter entwickelt, vor allem ob solche Gesetze dann auch für SA oder SF gelten, ich meine SF liefert noch und wurde nicht eingeschränkt denke mal das wird an mangelnder Präsenz liegen da dort nicht allzu viel bestellt wird, aber was passiert zum Beispiel mit SA diese sind ja DE ansässig ob die irgendwann auch nicht mehr liefern dürfen?

Geschrieben
Am 29.5.2026 um 14:51 schrieb Fantichatza:

Bin sehr gespannt wie sich das weiter entwickelt, vor allem ob solche Gesetze dann auch für SA oder SF gelten, ich meine SF liefert noch und wurde nicht eingeschränkt denke mal das wird an mangelnder Präsenz liegen da dort nicht allzu viel bestellt wird, aber was passiert zum Beispiel mit SA diese sind ja DE ansässig ob die irgendwann auch nicht mehr liefern dürfen?

Ja ich auch, bis jetzt haben die Händler einfach den Hinweis: KEINE STRAßENZULASSUNG, NUR RENNSTRECKE zu fast allem, was keine EGE;ABE;ECE Genehmigung hat schreiben müßen. Ab jetzt jedoch, unterstellt der Gesetzgeber den Händlern "Beihilfe zu einer Straftat" wenn sie solche Sachen weiterhin verkaufen, da davon ausgegangen wird, dass "üblicherweise" diese Sachen trotz des Hinweises sowieso fast ausschließlich im STVZO Raum genutzt werden, da sie fast ausschließlich für Straßenzugelassene Fahrzeuge verkauft werden...und dann liegt es halt am Händler selbst, ob er diese Auslegungsänderung des Gesetzgebers ohne Widerstand einfach hinnimmt oder dagegen vor Gericht zieht um herauszufinden, ob der Gesetzgeber selbst mit solch einer Auslegung gegen das Gesetz verstößt....

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