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Wie funktionieren eigentlich die Radargeräte zur Geschwindigkeitsmessung?

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Wie funktionieren eigentlich die Radargeräte zur Geschwindigkeitsmessung?

Das ist eine recht komplexe Frage aber wir versuchen sie möglichst einfach zu erklären. Das Prinzip der Radargeräte zur Geschwindigkeitsüberwachung basiert auf dem "Doppler-Prinzip". Es ist nach seinem Entdecker dem Österreichischen Physiker DOPPLER benannt. Das Prinzip besagt, dass ein Radarstrahl, welcher mit einer bestimmten Frequenz ausgesendet wird und auf ein sich bewegendes Objekt trifft, reflektiert wird. Der reflektierte Strahl besitzt jedoch nun eine andere Frequenz. Aus dem Versatz der Frequenzen lässt sich nun die Geschwindigkeit des Fahrzeugs berechnen. Es ist egal, ob das Objekt (Fahrzeug) sich auf das Radargerät zubewegt oder von ihm weg bewegt.

Warnt ein Radarwarner gegen alle Formen von Geschwindigkeitskontrollen?

Nein! Wie das Wort schon sagt, kann ein Radarwarngerät nur gegen Radarmessgeräte warnen (siehe FAQ mobile Geschwindigkeitsüberwachung per Radar) Fast alle aktuellen Radarwarner warnen jedoch auch vor einer Lasermessung. Das macht jedoch nur Sinn, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug gelasert wird und der Radarwarner dann das Signal empfängt und warnt. Wird man direkt vom Laser getroffen, ist es leider zu spät, da die Messung dann bereits erfolgt ist. Ein Radarwarner warnt also nur vor Radar-/Lasermessungen, er kann diese jedoch nicht verhindern oder sogar stören. Ein RW (Radarwarner) kann auch keine Messung durch Lichtschranken oder Einseitensensoren und Fahrzeuge mit Videoüberwachung (->ProVida) anzeigen. Ebenso ist er wirkungslos bei Starenkästen mit in der Straße eingelassenen Drucksensoren. Es gibt jedoch auch für diese Messmethoden "Gegenmaßnahmen". Gegen Lichtschranken oder Einseitensensoren hilft ein umgebautes LPD (siehe FAQ Lichtschrankenstörung), gegen Starenkästen hilft neben erhöhter Aufmerksamkeit ein Plugin für das Navigationsgerät und für Lasermessungen können sogenannte "Laserjammer" oder auch "Laserblinder" eingesetzt werden (siehe FAQ zum Thema Laserjammer)

Warum hat man bei der Verwendung eines Radarwarners so große Unterschiede bei der Vorwarnung?

Manchmal erfolgt die Warnung 300 Meter vor der Radarkontrolle, manchmal erst 100 Meter davor. Warum ist das so? Der Radarwarner empfängt meistens die Radarstrahlen nicht direkt vom Messerät, sondern durch Reflexionen. Das bedeutet, die Radarstrahlen werden durch die Fahrbahn, die Leitplanke, parkende Autos, Bewuchs usw. reflektiert und gestreut. Der Radarwarner empfängt zuerst diese reflektierten Strahlen und meldet einen Alarm. Ist die Reflexion schwach oder schlecht, so ist auch die Vorwarndistanz geringer. Es ist somit kaum möglich Aussagen über die Vorwarndistanz zu treffen, da die Situation und die Umgebung verschieden ist.

Auf welchen Bändern wird "geblitzt" ?

Generell auf dem Ka-Band, dem K-Band und garnicht auf dem Ku-Band und X-Band.

Der Radarwarner piept in Nähe von Tankstellen und Supermärkten. Ist das normal oder handelt es sich um einen technischen Defekt?

Leider lassen sich die Fehlalarme (zumeist auf dem K-Band) nicht vermeiden. Es liegt kein techn. Defekt des Gerätes vor. Alarmanlagen, Türöffner etc. arbeiten teilweise auch auf dem K-Band und werden somit angezeigt. Moderne Radarwarngeräte haben jedoch die Möglichkeit solche Fehlalarme zu identifizieren und somit zu minimieren (Die Qualität eines RW ergibt sich auch daraus wie gut die Fehlalarmunterdrückung ist). Warnungen auf dem Ka-Band sollten jedoch immer sehr ernst genommen werden.

Hilft Haarspray auf dem Nummernschild oder ein über das Internet vertriebenes Spray gegen Blitzer?

Klares NEIN! Es handelt sich dabei um wirkungslose Produkte, die keinerlei Effekt haben. Es gibt jedoch ein Produkt namens "Veil", dass die Reflexionseigenschaften vom Nummernschild, den Scheinwerfern und sonstigen reflektierenden Objekten am Fahrzeug deutlich verringern kann. Jedoch erfüllt das in Deutschland den Tatbestand der Urkundenfälschung, sobald das Nummernschild mit diesem Produkt behandelt wird. Auch Produkte, die Videokameras aufspüren sollen, sind in unseren Augen höchst fraglich (!!!).

Die Preisunterschiede bei den Radarwarngeräten sind enorm. Wie unterscheidet man ein gutes von einem schlechten Modell?

In der Tat gibt es einge Menge "Schrott" unter den Radarwarngeräten. Sicher fährt man mit Referenzprodukten der Marke "BEL" (9xx-Serie, neuerdings auch Vector-Modellreihe genannt oder die Professional-Serie) bzw. dem "V1" von Mike Valentine (Valentine One). Diese Geräte sind leider recht teuer, doch ihr Geld wert. Billige Geräte zwischen 100,-- € und circa (!) 350,-- € haben zumeist schlechte Vorwarnzeiten, speziell auf dem wichtigen Ka-Band und sind somit nicht zu empfehlen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sich die Bänder einzeln deaktivieren lassen, damit sich die Fehlalarme in Städten deutlich zu verringern.

Es gibt mobile Geräte oder auch Festeinbauten. Welche sind besser?

Die Festeinbauten haben meistens eine höhere Vorwarnzeit. Die Empfangsantenne sitzt dann im Motorraum hinter dem Frontgrill oder der Stoßstange, was den Einbau komplizierter und das Gerät teurer macht. Im Allgemeinen reicht jedoch ein mobiles Gerät völlig aus. Außerdem ist ein solcher Festeinbau häufig die einzige Rettung bei metallbedampften Scheiben (dienen als Wärmeschutz bei Autos). Jeder PKW-Hersteller stattet seine Fahrzeuge anders aus. Um sicher zu gehen, ob auch Ihr Fahrzeug damit ausgestattet ist, muss der Hersteller befragt werden. Derzeit werden diese Scheiben hauptsächlich bei gehobenen Mittelklassefahrzeugen und in der Oberklasse eingesetzt. Da die Hersteller die Problematik mit der stark verringerten Empfangsleistung kennen - bezogen auf GPS-Empfänger, Handies etc. - lassen manche auch Freiräume in der Scheibe, um einen Empfang zu gewährleisten.

Sind Radarwarner verboten oder legal ?

Der Besitz sowie der Handel sind legal, das betriebsbereite Mitführen im PKW ist jedoch verboten (§23 Absatz 1b StVO) ---> Odnungswidrigkeit, 75.-- € Strafe + Bearbeitungsgebühr sowie 4 Punkte in Flensburg. Im Falle des "Erwischtwerdens" wird das Gerät eingezogen und ggf. sogar vernichtet.

Ergänzung: Der Verkauf/Kauf von Radarwarnen ist sittenwidrig, weil Radarwarner die Begehung einer Ordnungswidrigkeit fördern ( LG Bonn, 8 S 52/98). Es besteht deshalb theoretisch KEIN Rechtsanspruch auf funktionstüchtige Geräte. Siehe auch: Kein Geld zurück bei defekten Radarwarnern

Kann die Polizei feststellen, ob ein Radarwarner eingesetzt wird?

In Deutschland kann die Polizei den Radarwarner nur duch Sichtung erkennen. In anderen Ländern, z.B. in den USA oder den Niederlanden sind sogenannte Radardetektor-Detektoren im Einsatz. Diese Geräte sind in der Lage Radarwarner aufzuspüren und zu erkennen. Fast alle Radarwarnerhersteller werben mit "VG2-Schutz" VG2" ist der Name eines heute nicht mehr gebräuchlichen Radardetektor-Detektors. Von daher ist die Werbung diesbezüglich etwas irreführend. Heute eingesetzte Geräte sind jedoch in der Lage Radarwarner aufzuspüren. Derzeit wird an einem verbesserten Schutz bei den Herstellern von Radarwarnern gearbeitet. Wie gesagt, glücklicherweise werden diese Geräte aber nicht in Deutschland eingesetzt.

Können eigentlich mehrere Radarwarner gleichzeitig eingesetzt werden?

Jein. Das hängt stark von den verwendeten Geräten ab. Es ist möglich, dass sich beide Geräte gegenseitig stören und Fehlalarme auslösen oder eine geringere Reichweite haben. Hier hilft nur ausprobieren.

Welcher Händler ist seriös?

Mir steht es nicht zu einzelne Händler zu vergleichen. Doch gibt es darunter in der Tat unseriöse Gesellen. Hier ist wohl Feingefühl angesagt. Grundsätzlich sollte man Angebote vergleichen und Fragen vor dem Kauf im Forum stellen und beantworten lassen. Somit minimiert man das Risiko reingelegt zu werden. Es ist halt wie im täglichen Leben...

Gibt es spezielle "Europaprogrammierungen" bzw. "Europa-Modelle" ?

Mit den Programmierungen werden gerne unwissende Kunden gelockt, in der Hoffnung, dass sie die Geräte nicht direkt vom Hersteller beziehen, sondern über den Umweg Händler, der dann die Geräte korrekt programmiert. Tatsache ist, dass es für die meisten Geräte keine gesonderte Programmierung bedarf. Ehrlich gesagt, fällt mir derzeit kein Gerät ein, welches erst in die Werkstatt muss, um korrekt zu funktionieren ;-) Allerdings machen modifizierte Programmierungen durchaus Sinn (Deaktivierung vom in Deutschland nicht verwendeten X-Bandes als Beispiel). Somit kann hier nicht pauschalisiert werden. Es gilt also auch hier: Erst fragen, dann kaufen! Für eines der Topmodelle (Valentine One, "V1") ist die optimale Programmierung in einem eigenen Thread angeführt und von jedem selber nachzuvollziehen.

Anmerkung zum Valentine One ("V1"): ALLE V1 SIND GLEICH! Es gibt nur unterschiedliche Softwarestände, der Euro-Mode ist erst etwa vor zwei Jahren dazugekommen, aber auch wieder für alle Geräte, ob in den USA gekauft oder in Europa. ALLE V1, EGAL WO GEKAUFT, SIND IDENTISCH. NIEMAND SPIELT "NEUE SOFTWARE" AUF. Die Geräte sind konfigurierbar über ein Setup, das kann jeder selbst machen.

Wo plaziere ich den Radarwarner im PKW?

Grundsätzlich an der Winschutzscheibe, möglichst so, dass das Gerät nicht sofort von jedem entdeckt wird und freien Empfang hat. Hier ist Fantasie gefragt! Verstecken in Plüschtieren, Schwämmen etc. ist kein Problem, da der Empfang des Gerätes (mit Ausnahme der evtl. vorhandenen Laserempfangstechnik) nicht beeinträchtigt wird. In Handschufächern oder auf dem Beifahrersitz hat ein Radarwarner jedoch nichts zu suchen. Grundsätzlich: Je höher die Antenne desto besser der Empfang.

Hinweis zu den Geräten der Marke BEL (Beltronics)

Es ist fast nicht mehr möglich alle Geräte aufzulisten und zu bewerten. Die Fa. Beltronics vertreibt ihre Produkte ausschließlich in den USA. Für Europa gibt es Gerätenamen, die nicht auf der Homepage von Beltronics geführt werden. Diese Geräte stammen i.d.R. von einem holländischen Importeur, der die "Europa-Modelle" exklusiv vertreibt und aus den USA bezieht (Verkauf auch an andere europ. Händler !).

Ältere "europäische" Geräte wurden gerne mit dem Zusatz "international" verkauft (Beispiel BEL 950i "international"). Hier wurden die Originalgeräte auf die europäischen Verhältnisse sinnvollerweise umprogrammiert (Beispiel: Hinzufügen des Ku-Bandes). Heute (Stand 2006) wird gerne der BEL 550 als eines der führenden europäischen Modelle verkauft. Bitte nicht vergessen: Das Gehäuse und der Name ändert sich häufig, die Technik bleibt jedoch nahezu identisch, was nicht heißen soll, dass es keine Unterschiede gibt. Und so ganz nebenbei findet man noch Geräte mit tollen Phantasienamen auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte

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hab die dinger mal gebaut in der arbeit für die stadt wien

über ein halbes jahr lang, lukraktives geschäfft wenn man die dinger um 700€ einkauft und aufbaut und ca 80-100mal teurer wieder weiterverkauft bevor sie zum eichamt kommen...

gibt auch welche mit festplatten die regelmässig ausgelesen werden (eigendlich werden die mit bändern gar nicht mehr gebaut in Ö) und auch welche mit w-lan die über eine verkehrsleitzentrale daten senden

in der entwicklung hat sich inzwischen sehr viel getan, der beitrag ist auch nicht mehr am neuesten stand

neuere modelle die noch in der entwicklung sind, sind kaum grösser als eine lenkerrolle^^ und werden vorraussichtlich bald auf stromleitungen montiert in grossstädten

von mir wisst ihr das nicht, haha :rockon:

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Hallo, klar hab mal einen Bericht gesehen bei Galileo das ab 250 km/h erst Schluss ist mit dem Bilderknipsen^^

Jedoh gibt es ja noch die Radarstörer ;) der mir sicher eines Tages meinen Zettel rettet. Hast dazu irgendwelche Infos?

MFG

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Also wir haben in 2Autos ein fix eingebautes Radarwarngerät von Beltronics!! Das ist das neueste Modell was es gibt!! Aber es stimmt nicht das man den normalen Radarkasten stören kann!! Bei Laserkontrollen kann man das Signal stören, daher der Polizist hat keine Anzeige am Monitor und deswegen muss man sofort mit einem Schalter das Gerät ausschalten weil sonst wirds auffällig!! Aber das neueste Modell hat einen völligen Schutz gegen Radar Detektoren auch gegen die neuesten!! Also das Geräte fängt circa durchschnittlich 500m vorher zu pipsen an und bei jedem Band ein anderer Ton!! Also hilfreich ist so ein Gerät wirklich, denn von 200 auf 130 schafft man es als geübter Fahrer schon vor dem Radar herunter zu bremsen.

Wir haben aber auch ein mobiles Gerät in einem Auto aber das ist nicht gedacht wenn man wirklich schnell fahren will!! Weil von 180 auf 130 geht sich mit dem Gerät sehr selten aus ohne geblitzt zu werden. Sollte man sich eher nur kaufen wenn man nicht schneller als 160 fahren will!! Weil das ist in einem Golf eingebaut und dieser hat sich kein Spezialglas das i-wie das Signal schwächt!!

MFG Clemens

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